Viele GWÖ-Unter­nehmen leben faire Liefer­ketten, gute Arbeits­be­din­gungen und ökolo­gi­sche Verant­wor­tung – und kommu­ni­zieren das über Platt­formen, deren Algo­rithmen Empö­rung mone­ta­ri­sieren und deren Geschäfts­mo­dell auf der Vermark­tung von Nutzer­daten basiert. Das ist kein hypo­the­ti­sches Szenario. Es ist der Alltag vieler gemein­wohl­ori­en­tierten Unter­nehmen – und gleich­zeitig eine bisher wenig genutzte Chance für die Gemeinwohlbilanz.

Den voll­stän­digen Deep-Dive-Artikel mit GWÖ-Matrix-Analyse, und allen Quel­len­an­gaben gibt es hier als PDF: Digi­tale Souveränität als Gemein­wohl­frage. Auf der letzten Seite erwartet Sie außerdem der Prak­ti­sche Service-Tipp: Welt­markt­führer vs. Alter­na­tiven im GWÖ-Check. 

Digitale Infrastruktur als Berührungsgruppe

Die Gemein­wohl-Bilanz bewertet alle Bezie­hungen eines Unter­neh­mens: zu Liefe­rantinnen, Mitar­bei­tenden, Kundinnen und dem gesell­schaft­li­chen Umfeld. Dazu gehört auch die Frage, welche digi­tale Infra­struktur ein Unter­nehmen für seine Kommu­ni­ka­tion nutzt – und damit mitfi­nan­ziert. Wer ausschließ­lich auf Big-Tech-Platt­formen kommu­ni­ziert, subven­tio­niert ein System, das in den GWÖ-Matrix­fel­dern E2 (Beitrag zum Gemein­wesen), D1 (ethi­sche Kunden­be­zie­hungen) und E4 (gesell­schaft­liche Mitent­schei­dung) struk­tu­rell schlecht abschneidet.

GWÖ Matrix EInfluss von digitalen dezenralen Plattformen feddiverse

Abbil­dung 2: FEDIVERSE UND GEMEINWOHL – GEMEINSAME WERTE (GWÖ-Matrix)] Die Grafik von Stefan Galler zeigt, welche Matrix­felder durch die Nutzung von Fedi­verse-Platt­formen adres­siert werden. D1, E2 und E4 sind beson­ders relevant

Zwei konkrete Alternativen aus der GWÖ-Bewegung

Ecosia – die Berliner Such­ma­schine und GWU.network-Mitglied – leitet 100 % ihrer Gewinne in Klima­schutz um, betreibt eigene Solar­kraft­werke und erhebt Nutzer­daten nur minimal. Fast 250 Millionen Bäume seit 2009. Ecosia als Stan­dard-Such­ma­schine einzu­richten kostet zwei Minuten und nichts.

Mast­odon / econgood.social – das dezen­trale, werbe­freie Fedi­verse ist die struk­tu­rell andere Alter­na­tive zu X und Insta­gram. Keine Inves­to­ren­logik, keine Verhal­tens­daten-Vermark­tung, volle Daten­kon­trolle. Mit econgood.social betreibt be4energy eine eigene Mast­odon-Instanz für GWÖ-Unter­nehmen – kosten­frei, auf EU-Servern.

Die +1‑Strategie: Kein Bruch, sondern ein Anfang

Niemand muss morgen alle Accounts löschen. Der Ansatz ist einfa­cher: einen zusätz­li­chen Kanal im Fedi­verse aufbauen, während bestehende Profile weiter­laufen. Jeden ersten Sonntag im Monat macht der Digital Inde­pen­dence Day (di.day/de) den nächsten Wechsel leichter – mit konkreten Schritt-für-Schritt-Anleitungen.


„Für uns wäre es unglaub­würdig, eine der etablierten Social-Media-Platt­formen zu nutzen, wenn diese das Gemein­wohl nicht im Blick haben. Mit Mast­odon haben wir einen Kanal gefunden, der kompa­tibel mit den Werten der GWÖ ist.“

Stefan Galler, Mitgründer be4energy und GWU.network Berlin-Brandenburg

 


Den voll­stän­digen Deep-Dive-Artikel mit GWÖ-Matrix-Analyse, Tool-Vergleichs­ta­belle und allen Quel­len­an­gaben gibt es hier als PDF: Digi­tale Souveränität als Gemein­wohl­frage.

Auf der letzten Seite erwartet Sie außerdem der Prak­ti­sche Service-Tipp: Welt­markt­führer vs. Alter­na­tiven im GWÖ-Check. eine kompakte Vergleichs­ta­belle mit Bewer­tung nach Daten­sou­ve­rä­nität, Geschäfts­mo­dell-Ethik, ökolo­gi­schem Fußab­druck und gesell­schaft­li­chem Beitrag. Als schnelle Orien­tie­rungs­hilfe für den ersten Schritt.


Von Stefan Galler (be4energy) & Lars Blume (impactflow.solutions)

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