In „Commu­nity Data Centers – Wie können gemein­wohl­ori­en­tierte Rechen­zen­tren der Zukunft aussehen?“ betrachten wir gemein­schaft­lich orga­ni­sierte Rechen­zen­tren als mögli­chen Ansatz für eine gemeinsam getra­gene digi­tale Infra­struktur. Während konven­tio­nelle Rechen­zen­tren derzeit viel kriti­siert werden, stehen Commu­nity Data Centers für den Versuch, digi­tale Infra­struk­turen im Einklang mit Forde­rungen an Wirt­schaft­lich­keit, Souve­rä­nität, Nach­hal­tig­keit und Gemein­wohl­ori­en­tie­rung zu gestalten. In diesem Work­shop gehen wir der Frage nach, wie ein Rechen­zen­trum / eine digi­tale Infra­struktur gemein­wohl­ori­en­tiert aussehen könnte. Dabei möchten wir – ausge­hend von unter­schied­li­chen Perspek­tiven – eine Vision des Rechen­zen­trums visuell und textuell skizzieren.

Impuls & Workshopgestaltung

Dr. André Ullrich forscht am Weizen­baum-Institut zu nach­hal­tigen, gemein­wohl­ori­en­tierten Digi­ta­li­sie­rungs­an­sätzen und leitet Forschungs­pro­jekte an der Schnitt­stelle von Tech­no­logie, Ökologie und Gesell­schaft. Seine Arbeit zeigt, wie digi­tale Werk­zeuge nicht nur effi­zi­enter, sondern sozial und ökolo­gisch gerechter gestaltet werden können.

Dr. André Ullrich – „Digi­tale Souve­rä­nität beginnt beim Eigentum an der Infra­struktur.“ (Foto: Katha­rina Steves)

3 Fragen an André

Die Vision: Welches Bild einer funk­tio­nie­renden Wirt­schaft von morgen treibt Sie täglich an?

„Wirt­schaft­li­cher Fort­schritt, der nicht mehr höher, schneller und weiter bedeutet, sondern sich an Gemein­wohl und Suffi­zienz orien­tiert. Eine Wirt­schaft, die auf gesell­schaft­lich rele­vanten Inno­va­tionen, früh­zei­tiger Betei­li­gung, geschlos­senen Stoff­kreis­läufen und gerechter Vertei­lung basiert – mit Tech­no­lo­gien, die uns nützen, statt unser Handeln zu bestimmen.“

Die Chance: Welches riesige Poten­zial über­sehen wir aktuell noch?

„Wir reden über digi­tale Souve­rä­nität, als ginge es nur um Soft­ware. Sie beginnt aber viel früher – beim Eigentum an der Infra­struktur, die den digi­talen Raum über­haupt erst möglich macht.“

Der Funke: Mit welchem Aha-Moment sollen die Teil­neh­menden aus Ihrem Impuls gehen?

„Dass die Zukunft digi­taler Infra­struktur noch nicht entschieden ist. Die Frage ist nicht nur, welche Tech­no­lo­gien wir bauen, sondern welche Infra­struk­turen wir wie betreiben, nutzen und besitzen wollen.“

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