Ein Gast­bei­trag von Gerd Hofielen (Huma­ni­stic Manage­ment Prac­tices) – Erst­ver­öf­fent­li­chung im Fach­ma­gazin Makronom.

In unserem Netz­werk debat­tieren wir leiden­schaft­lich darüber, wie eine Wirt­schaft aussieht, die dem Leben dient. Grund­lage hierfür ist die Gemein­wohl-Ökonomie (GWÖ), die uns als Kompass für eine ethi­sche Trans­for­ma­tion dient. Dabei rückt oft eine zentrale Frage in den Fokus: Wie schaffen wir faire Wett­be­werbs­be­din­gungen (Level Playing Field), wenn die Schere zwischen Kapital und Arbeit immer weiter ausein­an­der­geht und die Gerechte Vertei­lung (Säule E der GWÖ-Matrix) zuneh­mend unter Druck gerät?

Unser Mitglied Gerd Hofielen, Geschäfts­führer von Huma­ni­stic Manage­ment Prac­tices, hat hierzu einen viel­be­ach­teten Gast­bei­trag im Wirt­schafts­ma­gazin Makronom veröf­fent­licht. Wir finden: Seine Analyse trifft den Kern der syste­mi­schen Heraus­for­de­rungen, vor denen auch unsere Mitglieds­un­ter­nehmen stehen.

Die unternehmerische Perspektive: Warum uns die Vermögenssteuer nützt

Häufig wird die Debatte um Vermö­gens­steuern als „wirt­schafts­feind­lich“ geframt. Aus der Sicht der Gemein­wohl-Ökonomie ist das Gegen­teil der Fall. Eine gerech­tere Besteue­rung von extremem Reichtum ist ein unter­neh­me­ri­sches Vernunft­gebot:

  1. Entlas­tung des Faktors Arbeit: Wenn Vermögen einen fairen Beitrag leistet, sinkt der Druck auf die Lohn­ne­ben­kosten. Das macht es für unsere Unter­nehmen leichter, faire Gehälter zu zahlen und Fach­kräfte zu binden.

  2. Stär­kung der Infra­struktur: Unsere wirt­schaft­liche Kraft basiert auf einem funk­tio­nie­renden Staat, auf Bildung, Rechts­si­cher­heit und sozialem Frieden. Wer von diesen Struk­turen über­pro­por­tional profi­tiert, sollte ihren Erhalt sicherstellen.

  3. Inno­va­tion statt Erbe: Eine hohe Erbschafts­steuer fördert eine Leis­tungs­ge­sell­schaft, in der inno­va­tive Ideen und echtes Unter­neh­mertum zählen, statt die Zemen­tie­rung von Macht­struk­turen durch reines Geburtsrecht.

Psychologie der Gier vs. Humanistische Führung

Gerd Hofielen verbindet in seinem Artikel die sozi­al­psy­cho­lo­gi­sche Sicht mit der ökono­mi­schen Realität. Er analy­siert die „irra­tio­nale Leiden­schaft“ der Gier und zeigt auf, warum diese inner­halb des aktu­ellen Markt­sys­tems leider oft belohnt wird. Für sein Unter­nehmen Huma­ni­stic Manage­ment Prac­tices ist klar: Eine menschen- und natur­freund­liche Ethik kann sich nur dann dauer­haft durch­setzen, wenn der Staat den Rahmen so setzt, dass ethi­sches Handeln nicht zum Wett­be­werbs­nach­teil wird.

„Die Vermö­gens- und Erbschafts­steuer stellt für alle Steuerzahler:innen eine Annä­he­rung an ein Level Playing Field her. Es ist für Milli­ar­däre und Millio­näre ange­messen, für diese Steuern zu werben.“ – Gerd Hofielen


Der vollständige Beitrag: „Warum auch Reiche für Vermögenssteuern werben sollten“

Lest hier den gesamten Artikel von Gerd Hofielen, in dem er detail­liert auf die psycho­lo­gi­sche Dynamik von Gier, die System­kon­for­mität von Macht­an­häu­fung und die Rolle des Staates eingeht:

Zum voll­stän­digen Artikel von Gerd Hofielen: https://makronom.de/warum-auch-reiche-fuer-vermoegenssteuern-werben-sollten-51238


Über den Autor und das Mitgliedsunternehmen

Gerd Hofielen ist ein erfah­rener Unter­neh­mens­be­rater und Gründer von Huma­ni­stic Manage­ment Prac­tices. Als Mitglied der Initia­tiven TaxMeNow und Millionaires for Huma­nity setzt er sich aktiv für eine Reform unseres Steu­er­sys­tems ein. Mit seinem Bera­tungs­an­satz unter­stützt er Firmen dabei, Führung und Stra­tegie nach huma­nis­ti­schen und gemein­wohl­ori­en­tierten Werten auszurichten.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 04. Mai 2026 im Wirt­schafts­ma­gazin Makronom.