Das Thema Steu­er­ge­rech­tig­keit ist für uns als gemein­wohl­ori­en­tiertes Unter­neh­mens­netz­werk eine Kern­frage, wenn wir über faire Wett­be­werbs­be­din­gungen spre­chen. Um ein echtes Level Playing Field für den Mittel­stand zu schaffen, müssen wir uns damit ausein­an­der­setzen, wie die Schere zwischen Kapital und Arbeit immer weiter ausein­an­der­geht und wo Geld gezielt genutzt wird, um poli­ti­schen Einfluss zu kaufen. Genau hier setzt auch die Säule E unserer Gemein­wohl-Matrix zur gerechten Vertei­lung an.

Wer hier tiefer in die aktu­ellen Hinter­gründe einsteigen möchte, dem empfehlen wir den neuen, 20-minü­tigen Kurz­film „Mythos Fami­li­en­un­ter­nehmen“ der Bürger­be­we­gung Finanzwende.

Der Film zeigt sehr fundiert, wie die „Stif­tung Fami­li­en­un­ter­nehmen“ – eine einfluss­reiche Lobby­or­ga­ni­sa­tion von Milli­ar­därs­fa­mi­lien in Deutsch­land – hinter den Kulissen agiert. Das Beson­dere daran: Im Schutz der Anony­mität brechen mehrere Gesell­schaf­te­rinnen und Gesell­schafter aus diesem Umfeld erst­mals ihr Schweigen. Sie berichten exklusiv über frag­wür­dige Lobby­stra­te­gien, irre­füh­rende Außen­dar­stel­lungen und den gezielten Versuch, eine gerechte Reform der Erbschaft­steuer zu verhin­dern. Kommen­tiert wird das Ganze unter anderem von Kevin Kühnert, Norbert Walter-Borjans und Julia Jirmann.

🎬 Hier geht es direkt zum Kurz­film auf YouTube

Unsere Positionierung im GWU-Netzwerk

In den letzten Monaten haben wir dieses Thema in unserem Netz­werk bereits von verschie­denen Seiten beleuchtet und aktiv besprochen:

Input bei unserem After­work: Wer bei unserem Netz­werktreffen im Januar dabei war, erin­nert sich bestimmt an den prägnanten Vortrag von Julia Jirmann vom Netz­werk Steu­er­ge­rech­tig­keit. Sie hat uns damals aufge­zeigt, an welchen Stell­schrauben gedreht werden muss, um das Steu­er­system wieder in den Dienst der Allge­mein­heit und des ehrli­chen Unter­neh­mer­tums zu stellen. Im Film führt sie diese Argu­mente nun noch einmal eindrück­lich vor Augen.

Unter­neh­me­ri­sche Perspek­tive durch HMP: Erst im Mai hat unser GWU-Mitglied Gerd Hofielen (Huma­ni­stic Manage­ment Prac­tices) einen viel beach­teten Fach­ar­tikel im Magazin Makronom dazu veröf­fent­licht. Gerd, der sich auch bei TaxMeNow enga­giert, argu­men­tiert aus einer klaren wirt­schaft­li­chen Vernunft heraus: Eine gerech­tere Besteue­rung von extremem Reichtum schützt die mittel­stän­di­sche Wirt­schaft, entlastet den Faktor Arbeit bei den Lohn­ne­ben­kosten und stärkt die Infra­struktur, auf die wir alle ange­wiesen sind. Gerd bringt es auf den Punkt: „Die Vermö­gens- und Erbschafts­steuer stellt für alle Steuerzahler:innen eine Annä­he­rung an ein Level Playing Field her.“

Warum uns das angeht

Wenn die Lobby der Milli­ar­däre vorgibt, für den gesamten Mittel­stand zu spre­chen, betrifft das unsere inha­ber­ge­führten, gemein­wohl­ori­en­tierten Unter­nehmen ganz direkt. Hier wird oft ein Zerr­bild gezeichnet, das echten, inno­va­tiven Unter­neh­mer­geist mit dem reinen Geburts­recht auf Milli­arden-Erben gleichsetzt.

Schauen Sie sich den Film an, teilen Sie ihn in Ihren Netz­werken und lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Erzäh­lungen dieser Form von Lobby­ar­beit nicht unkom­men­tiert verfangen. Eine menschen- und natur­freund­liche Ethik kann sich am Ende nur dann dauer­haft durch­setzen, wenn der Staat den ordnungs­po­li­ti­schen Rahmen so setzt, dass nach­hal­tiges und faires Handeln nicht zum Wett­be­werbs­nach­teil wird.

Film­tipp: Kurz­film „Mythos Fami­li­en­un­ter­nehmen“ auf YouTube ansehen

Lese­tipp: Zum voll­stän­digen, kosten­pflich­tigen Artikel von Gerd Hofielen im Magazin Makronom: „Warum auch Reiche für Vermö­gens­steuern werben sollten“